Niedrigzins

Investmentfonds können eine Alternative sein

Im Interview unser Vorstands­mitglied Hr. Thomas Geiser

Noch nie war das Zinsniveau in Deutschland so niedrig wie heute. Das bereitet Sparern und Anlegern Sorgen, denn es gibt keine lohnenden Zinsanlagen mehr. Investmentfonds investieren an den Kapitalmärkten. Das bietet gute Aussichten auf angemessene Erträge.

Vor 50 Jahren hatten Sparer noch ihre Freude. 1969 lag der Spar­zins bei 3,5 %, Anfang 1970 bei 4,5 und ein Jahr später sogar bei fünf Prozent, zeigt die Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank von Juli 2019. Ganz anders ist die Situation heute: Die Zinsen be­wegen sich an der Nullline. Und der Ausblick ist ernüchternd: Nach Einschätzung des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisen­banken im August 2019 ist in den nächsten 5 Jahren kaum mehr mit einer Zinswende in Europa zu rechnen.

Sparer und Anleger müssen sich folglich von vergangenen Zeiten verabschieden, wollen sie bei ihren Geldanlagen schon heute un­term Strich keine Verluste machen. Dazu rät Thomas Geiser, Vostands­mitglied der Raiffeisenbank Beilngries eG: „Statt auf Tagesgeld und Festgeld zu setzen, zielen Sie besser auf funktio­nie­rende Ertragsquellen. Und passen Sie Ihre Vermögensstruktur an, wenn sich neue Möglichkeiten ergeben oder bisherige Er­trags­­chancen ausfallen. Die Stichworte, auf die es heute bei der Geldanlage ankommt, lauten: weltweit, diversifiziert und langfristig anlegen.“

Raus aus der Komfortzone „Tagesgeld“

Damals, vor rund einem halben Jahrhundert, waren mit Zins­anlagen durchaus lohnende Erträge zu erzielen. Und so dachte kaum jemand daran, in Aktien zu investieren. Heute gelten Aktien neben Immobilien und Rohstoffen als attraktive Anlage­bausteine.

Geiser erklärt: „Im derzeitigen Niedrigzins­umfeld sind chancen­orientierte Geldanlagen mit Aktien attraktiv. Vor allem dann, wenn Sparer ihr Geld nicht nur drei oder fünf Jahre anlegen, sondern langfristig.“ Allerdings sei das Kurs­potenzial aufgrund des sich abschwächenden Wirtschaftswachs­tums mittlerweile begrenzt. Mehr denn je komme es deshalb auf die Auswahl der richtigen Märkte und Einzeltitel an. Dann ist gut aufgestellt, wer geeignete Fonds besitzt. Denn die richtige Titelauswahl über­nehmen spezialisierte Fondsmanager, unter­stützt von Analyse­teams und erfahrenen Anlagestrategen, wie etwa bei der Union Investment, dem Fondspartner der Raiffeisen­bank Beilngries eG. Sie passen die Fonds laufend an neue Marktsituationen an. Bei diesem Punkt erwähnt Hr. Geiser auch die Risiken solcher Geld­anlagen, wie etwa das Risiko marktbedingter Kursschwankungen oder das Ertragsrisiko.

„Wichtig zu wissen: Wer von anderen Anlageformen in Fonds wechseln möchte, kann dies auch nach und nach tun“, erläutert Thomas Geiser weiter. „Etwa, indem man zunächst nur einen kleinen Teil seines Geldes umschichtet.“ Eine andere Möglichkeit seien Fondssparpläne. Geiser erklärt: „Fondssparpläne gibt es schon ab 25 Euro monatlicher Einzahlung. Sie sind langfristig ausgelegt, dennoch bleiben Sparer flexibel. Denn die Sparraten lassen sich einfach senken und steigern oder auch aussetzen.“ Und mit einem Fondssparplan sei auch der richtige Einstiegs­zeitpunkt kein Problem, obgleich nicht auszuschließen sei, am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung zu haben als insgesamt eingezahlt wurde beziehungsweise, dass die Sparziele nicht erreicht werden können. Sparer können aber hier den Durchschnittspreiseffekt nutzen. Bei gleichbleibenden Spar­beträgen kaufen sie bei niedrigen Kursen mehr, bei höheren weni­ger Fondsanteile. Dies könne sich auf lange Sicht bemerkbar machen. „Das gilt besonders beim Sparen in Aktienfonds. Diese schwanken zwar naturgemäß stärker, können langfristig ge­sehen aber gute Ertragschancen bieten“, macht Geiser deutlich.

„Gerade junge Menschen, die früh mit dem Sparen beginnen, können davon profitieren.“

Ob Sie sich für Investmentfonds entscheiden sollten und ob sich diese für die individuelle Geldanlage eignen, besprechen Sie am besten mit ihrem persönlichen Berater. Über Chancen und Risi­ken oder auch Alternativen informieren unsere Kundenberater gern und geben Interessenten Unterlagen- etwa wesentliche Anlegerinformationen, Verkaufsprospekte und Anlagebeding­ungen mit.

 

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